ZŁOTE TARASY / Goldene Terrassen – INDUSTRIEGERÜSTE

Warschau, Polen

DIE HERAUSFORDERUNG

Złote Tarasy ist ein Einkaufs-, Büro- und Unterhaltungskomplex, dessen zentraler Teil mit einem riesigen Glasdach bedeckt wird. Es ist unregelmäßig gewellt und wird von Pfeilern gestützt, die an Baumkronen erinnern. Darunter befindet sich eine Einkaufsfläche, die sich über mehrere Terrassenebenen erstreckt.

Während des Gebäudebaus war es notwendig, eine Stützkonstruktion für dieses Dach zu schaffen, die auch als Arbeitsplattform für die Schweißarbeiten an den Dachkomponenten und für die Endarbeiten wie Anstrich, Abdichtung, Verglasung usw. dienen sollte.

  • Es wurde ein modulares Gerüst vorgeschlagen, und aufgrund der hohen Lastwerte mussten die Stützpunkte mit einem Stahlgitter verstärkt werden, um die Last auf die Gerüstständer zu übertragen.
  • Das Multiserwis-Planungsbüro führte die erforderlichen Planungsarbeiten durch, und die Abteilung Industriegerüstbau Polen übernahm die Ausführung.

DIE LÖSUNG

Die vorgefertigten Dachelemente wurden punktgenau auf dem Gerüst abgestützt.

Die Tragstruktur wurde aus einem modularen Gerüst hergestellt:

  • Raumgerüst: ~ 93,000 m3.
  • Arbeitsbühnenbereich: ~ 9,000 m2.
  • 4 km Fachwerkträger.
  • 50 Tonnen Doppel-T-Träger am Dach.

In den Zeitschriften war zum Zeitpunkt der Fertigstellung der Kuppel davon die Rede, dass es sich hierbei um „das größte Bauwerk der Dritten Republik Polen“ handele.

DIE PLANUNG

Vom Kunden wurden ausführliche Unterlagen sowie Informationen über die speziellen Bedürfnisse für die Aufgabe eingeholt. Anschließend wurde die Ausführung effizient eingeplant und die Entwurfsunterlagen erstellt.

Die größte Schwierigkeit bei der Gerüstskonstruktion für die Kuppel bestand darin, die Last von der Dachkonstruktion direkt auf die Gerüstständer (über 700 Stützen!) zu übertragen. Die maximale Vertikallast der konzentrierten Kraft betrug 30 kN, was zusammen mit der Flächenlast von 2,0 kN/m2 und der beträchtlichen Höhe des Gerüsts ein ernsthaftes Problem darstellte, das es zu lösen galt.

Die Art des Projekts, seine Komplexität und sein Schwierigkeitsgrad erforderten die Ausarbeitung eines technischen Entwurfs für das Gerüst mit mehr als 60 detaillierten Zeichnungen in Formaten von A4 bis A0 und vollständigen statischen Berechnungen unter Berücksichtigung der räumlichen Funktionsweise des Gerüsts.

DIE VORBEREITUNG

Für die Durchführung der Arbeiten wurde qualifiziertes Personal zusammengestellt, ausreichend Gerüstmaterial (eine Ladung von etwa 40 Lastwagen) und Stahlprofile gesichert sowie die Transportetappen eingeteilt.

Das Grundelement der Dachkonstruktion ist ein Stahlrahmen, der gemeinhin als „Leiter“ bezeichnet wird. Die gesamte Kuppel besteht aus 126 Leitern unterschiedlicher Geometrie (die Abmessungen der Leitervorsprünge betrugen meist etwa 6 m x 15 m und das durchschnittliche Leitergewicht lag bei etwa 4 Tonnen). Die Leitern wurden mit Hilfe von Turmdrehkränen aufgesetzt, die mit speziellen Schlingen ausgestattet waren, die eine präzise Einstellung der Stützpunkte ermöglichten. Bei den Stützpunkten handelte es sich um auf dem Gerüst angebrachte Stützen, deren Koordinaten von einem Vermessungsingenieur genau festgelegt und überprüft wurden.

Vor der eigentlichen Montage auf der Baustelle wurde eine Probemontage in der Produktionshalle des Leiternherstellers durchgeführt.

Bei der Probemontage wurde die Aufhängmethode der Leitern an den Krangehängen und die Aufsetztechnik auf die Gerüststützen überprüft.

DIE AUSFÜHRUNG

Die komplizierte Dachform machte den Einsatz von Arbeitsbühnen auf verschiedenen Ebenen erforderlich, die sich zwischen 1,5 und 3 m unterhalb der Dachkonstruktion befanden. Dies erforderte die Einrichtung eines geeigneten Kommunikationsweges zwischen den Störstellen der Bühnen und die Sicherung jeder Störstelle durch Schutzgeländer. Zu diesem Zweck wurde die Gerüstkonstruktion mit folgenden Elementen gestaltet:

  • 4 Haupttreppenhäuser, die gleichzeitig Evakuierungswege waren,
  • Hilfssteigleitungen und -treppen, die Übergänge zwischen den Arbeitsebenen des Gerüsts und den Decken bildeten
  • Für den Transport kleiner Dachelemente sollten 4 Lastenaufzüge mit einer Tragfähigkeit von 600 kg eingesetzt werden.

Die Höhe der Gerüste variierte zwischen 4,0 und 33,0 m.

Das Tempo der Bauarbeiten und der kleine Arbeitsbereich im Stadtzentrum erforderten die strikte Einhaltung der Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, die von den Arbeitern sehr gut umgesetzt wurden.

DAS ERGEBNIS

=

Dieses Projekt zeigte dass das Unternehmen in der Lage ist, sich den unterschiedlichsten Herausforderungen zu stellen. Die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen und dem Investor trug zur Verwirklichung eines weiteren Projekts bei, welches zum Stolz unter den Bauobjekten wurde.

Der Bau wurde termingerecht gestaltet und ausgeführt. Der technische Entwurf umfasste eine Reihe von Dokumenten und Anweisungen mit Vorgaben für die sichere Arbeitsausführung.

Die Lage des Bauwerks im Zentrum von Warschau erforderte aufgrund der begrenzten Fläche eine präzise logistische Planung.

Der Gerüstbau für die Montage des Atriumdaches war nicht die einzige Aufgabe unseres Unternehmens bei dem Projekt. Das Unternehmen führte auch Gerüstbauarbeiten für die Montage von Außenfassaden durch (Gesamtfläche ca. 45.000 m2 ). Das errichtete Gerüst wurde unter anderem für die Arbeiten an den Fassaden aus Stein und Metallplatten verwendet. Einige Fassaden erreichten die Höhe von mehr als 50 m.

Eine weitere Herausforderung war das Gerüst an der Spitze eines Bürogebäudes – bekannt als The Eye. Das Gerüst wurde auf Stahlträgern errichtet, die die Decke des 18. Stockwerks des Hochhauses überspannten: Die Fundamenthöhe betrug 76 m und die letzte Arbeitsebene befand sich in einer Höhe von 90 m. Das gesamte Gerüst wurde mit einer Plane abgedichtet, so dass die Fassadenmontage auch im Winter durchgeführt werden konnte.

Durch den Einsatz von Gerüsten konnte ein Gebäude errichtet werden, das sich perfekt in seine Umgebung einpasst und ein charakteristisches Element des Warschauer Stadtzentrums ist.

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